Fachtagungen des Fördervereins für Familienmediation i.S.d. BAFM e.V.

Kommende und vergangene Fachtagungen

Hier finden Sie alle Informationen zu unserer nächsten Fachtagung. Außerdem haben wir hier alle Informationen zu vergangenen Fachtagungen für Sie gesammelt.

20./ 21. November 2026

Fachtagung in Berlin Mitte: „Kinder in Familienkonflikten“

Beginn: Freitag, 20. November 2026, um 9:30 Uhr

Ende: Samstag, 21. November 2026, um 17:00 Uhr

Ort: martas Gästehäuser, Lehrter Straße 68, 10557 Berlin 

Einladung

Vom 20.-21. November 2026 findet die diesjährige Fachtagung der Förderer der Familienmediation i.S.d. BAFM e.V. zum Thema „Kinder in Familienkonflikten“ statt. Das Programm umfasst neben zwei Keynotevorträgen, elf Workshops und der BAFM-Mitgliederversammlung zahlreiche (in-)formelle Gelegenheiten für Vernetzung und Austausch, wie z. B. am Freitagabend das Tagungsfest mit Buffet, DJ und Tanz. 

Wie geht es Kindern in Konflikten, die in ihrem Leben eine Rolle spielen, ob im häuslichen Umfeld in der Familie, aber z. B. auch in der Schule? Da Familienmediator*innen insbesondere den Eltern wieder in ihre Selbstverantwortung helfen wollen, scheinen Kinder in der Mediation vielleicht gar nicht wichtig? Mit diesem Vorwurf sind Familienmediator*innen oft konfrontiert. Auf der anderen Seite hat sich Familienmediation insbesondere in Deutschland etabliert, um die Folgen von Trennung und Scheidung für die Kinder zu mildern und langjährige hochstreitige Gerichtsprozesse zu verhindern, die oft schwerwiegende Folgen für die betroffenen Kinder haben. So war es vor 30 Jahren. Damals schien es vor allem, dass Kinder aus den Konflikten herausgehalten werden sollten. Also sprach man mit den Eltern.

Inzwischen sind die Kinderrechte in einen neuen Fokus gekommen. Die Stimme der Kinder ist nicht nur wichtig, sondern birgt auch erfrischende Chancen. Die BAFM hat seit dem Jahr 2016 eine Fachgruppe „Familie und Kind“ und in den Aufbauausbildungen der BAFM anerkannten Ausbildungsinstitute sowie in Fortbildungen wird regelmäßig gelehrt, wie Kinder in die Mediation integriert werden können: Sei es, dass die Eltern nach ihren Kindern befragt werden, eine Extra-Flipchart für die Themen, Bedürfnisse und Interessen der Kinder reserviert wird, sie mittels Symbolen in die Mediation (Foto oder eigener Stuhl) geholt werden oder sie ihre eigene Stimme live einbringen. Letzteres kann im (externen) Kinderinterview oder im Beisein der Eltern erfolgen. Und manchmal sind Kinder selbst Konfliktbeteiligte und sie mediieren mit.

Kinder verdienen besondere Achtsamkeit und Schutz in den Mediationen. Sie überraschen aber auch immer wieder die Fachkräfte mit hoher emotionaler Intelligenz und einem großen Wunsch wirksam zu sein. Es ist deshalb nicht nur sehr erfreulich, sondern vielleicht auch schon überfällig, dass die Förderer der Familienmediation dem Thema nun eine ganze Fachtagung widmen.

In zwei spannenden Tagen kann so der aktuelle Stand abgebildet, aber auch ermutigende Inspirationen erfahren werden. Neu in den Blick kommen die inzwischen erwachsenen Kinder. Drohende oder bereits vollzogene Kontaktabbrüche beschäftigen die Familienmediator*innen immer mehr.

Bitte bedenkt, dass noch bis zum 30. Juni 2026 die Buchung des Early-Bird-Tickets möglich ist.

Wir freuen uns auf ein Kennenlernen und großes Wiedersehen in Berlin!

Programm

Freitag, 20. November 2026

Ab 8:30 Uhr Check-in und Ankommen
09:30 Uhr Begrüßung
10:00 Uhr Keynote-Vortrag:
Stark durch Konflikte: Wie wir Kindern und Jugendlichen im Schulalltag Sicherheit geben und Ressourcen stärken
Dr. Malek Saleh, stellvertretender Schulleiter der Staakener Schule am Kleeblatt
(Berlin)
11:30 Uhr Erfrischungspause
12:00 Uhr Workshops 1-5
13:30 Uhr Mittagessen
15:00 Uhr Workshops 6-10
16:30 Uhr Erfrischungspause
17:00 Uhr Workshop 11 und vier Wiederholungen
18:30 Uhr Ende Tag 1
Ab 20:00 Uhr Fest: Sektempfang, Buffet, DJ und Tanz

Samstag, 21. November 2026

9:30 Uhr BAFM-Mitgliederversammlung
12:00 Uhr Mittagessen
13:30 Uhr Keynote-Vortrag:
Kontaktabbruch als emotionales Erbe verstehen –
Wie generationsübergreifender Familienschmerz zu Kontaktabbrüchen führt
Claudia Haarmann, Therapeutin & Autorin (Essen)
15:00 Uhr Erfrischungspause
15:30 Uhr Netzwerken & Conclusio
16:45 Uhr Ausblick
17:00 Uhr Veranstaltungsende

Keynotevorträge
Claudia Haarmann 
Kontaktabbruch als emotionales Erbe verstehen –Wie generationsübergreifender Familienschmerz zu Kontaktabbrüchen führt


Kontaktabbrüche nehmen zu, im Angloamerikanischen Raum spricht man bereits von einer stillen Epidemie und Studien bestätigen diese Entwicklung. Bricht ein erwachsenes Kind den Kontakt ab, fühlt es sich für die vielen betroffenen Eltern wie ein Beben an. Nichts ist mehr, wie es war. Fassungslos versuchen sie zu verstehen, was geschehen ist. Für die erwachsenen Kinder ist es eher eine Befreiung, auch wenn sie unter dem Konflikt leiden.
Die Therapeutin Claudia Haarmann und Autorin, die seit 20 Jahren schwerpunktmäßig zu dem Thema arbeitet, weiß um viele Familiengeschichten und erklärt warum der Bruch nicht plötzlich kommt und wie gesellschaftliche/historische Aspekte sowie die Bindungserfahrungen der Elterngenerationen bei den Familienkonflikten eine Rolle spielen.
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Claudia Haarmann, Jg. 1951, verbindet jahrelange Erfahrung als Journalistin mit einer tiefgehenden therapeutischen Praxis, die von systemischer Familientherapie über Traumabewältigung bis hin zu anderen körperorientierten Ansätzen reicht. Sie ist Autorin von Sachbüchern wie „Der Schmerz verlassener Eltern“ (Kösel Verlag) und „Kontaktabbruch in Familien“ (Orlanda Verlag).


Dr. Malek Saleh 
Stark durch Konflikte: Wie wir Kindern und Jugendlichen im Schulalltag Sicherheit geben und Ressourcen stärken

Konflikte gehören zum schulischen Alltag, insbesondere an Schulen in herausfordernden sozialen Lagen. Anhand konkreter Erfahrungen wird aufgezeigt, wie durch klare Strukturen, verbindliche Regeln und eine gemeinsame Haltung im Kollegium eine nachhaltige Konfliktkultur gelingen kann. Ausgangspunkt ist die Entwicklung einer Brennpunktschule, die in den vergangenen drei Jahren tiefgreifende Veränderungen umgesetzt hat.
Im Mittelpunkt stehen Strategien der Konfliktprävention und des professionellen Umgangs mit Eskalationen im Schulalltag. Dabei wird verdeutlicht, wie klare Rahmenbedingungen Orientierung, Sicherheit und Verlässlichkeit für Schüler*innen schaffen und gleichzeitig ihre Ressourcen stärken können. Neben praktischen Beispielen aus dem Schulalltag werden unterschiedliche Konfliktformen an Schule betrachtet sowie Maßnahmen vorgestellt, die zur Stabilisierung des Schulklimas beigetragen haben.
Praxisbericht, Reflexion und konkrete Ansätze zeigen, wie eine konstruktive Konfliktkultur entstehen kann und weshalb klare Rahmenbedingungen eine zentrale Voraussetzung sind, um die Stärken von Kindern und Jugendlichen im Umgang mit Konflikten in Schule zu fördern.
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Nach dem Biochemie-Studium und einer Promotion in Mikrobiologie arbeitete Dr.  Malek Saleh jahrelang als Postdoc in der Forschung und Lehre, bevor er in den Schuldienst wechselte und das Referendariat im Quereinstieg am Gymnasium absolvierte. Heute unterrichtet er an der Brennpunktschule in dem Stadtteil, in dem er selbst aufgewachsen ist. Als Schulleitung möchte er Schule aktiv gestalten, die Schüler*innen in den Mittelpunkt stellen und ein wertschätzendes, motivierendes Umfeld schaffen, das Lernen und persönliche Entwicklung fördert.
Workshops

WS 1:
Wenn das Smartphone mit am Familientisch sitzt: Kindzentrierte Me
diation bei digitalen Konflikten (Olivia Alig)

Mediennutzung in Trennungsfamilien: Digitale Themen beschäftigen das Familiensystem. Medien sind aus dem Familienalltag nicht mehr wegzudenken. Häufig entstehen dabei zwei digitale Welten für Kinder und Jugendliche: unterschiedliche Regeln zu Smartphone, Gaming, Social Media, Bildschirm- oder Schlafenszeiten. Hinzu kommen Konflikte über Kinderfotos, Tracking-Tools oder Messenger-Kommunikation.

Der Workshop nimmt Mediennutzung in der (Trennungs-)Familie sowohl als Konfliktfeld, als auch als Ressource in den Blick. Die Kinderrechte dienen dabei als Kompass für die Einbeziehung der Themen, Interessen und Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen in die Mediation. Anhand eines praxisnahen Fallbeispiels können wir medienbezogene Konfliktdynamiken analysieren: Welche digitalen Streitfragen stehen im Vordergrund? Was steckt dahinter? Wie können Mediator*innen deeskalieren, Chancen und Risiken sichtbar machen und den Mediand*innen helfen, tragfähige Optionen kindorientiert zu erarbeiten?

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Olivia Alig ist als Rechtsanwältin und Mediatorin in Frankfurt am Main tätig (Mediatorin BAFM, BM® & QVM®); Zertifikat Verfahrensbeiständin (PB-Parität) und „Die Stimme des Kindes“ (IMS); sie ist Lehrbeauftragte an der FUAS (Medienrecht, Kinder- & Jugendmedienschutz) und engagiert sich ehrenamtlich für Kinderrechte. 2025 wurde sie von der Kinderkommission des Deutschen Bundestages als Sachverständige angehört (zu „Sharenting und Kinderinfluencer – Kommerzialisierung von Kindheit“); sie bezieht Kinder und Jugendliche direkt (Kinderinterview) und indirekt mit in ihre Mediationen ein.

WS 2:
Elemente des Elterncoachings in der Mediation (Jan Martin Fehr)

Es gibt mittlerweile mehrere Coaching-Angebote für Trennungseltern (z. B. das psychoedukative Elterntraining „Kinder im Blick“). Im Workshop wollen wir einige Coaching-Instrumente kennenlernen und untersuchen, inwieweit und an welcher Stelle diese in der Mediation sinnvoll und unterstützend eingesetzt werden können.

Dies kann etwa im Wege eines Coaching-Exkurses geschehen. Die Eltern werden dabei ganz praktisch unterstützt, herauszufinden, wie die Kinder im Trennungsalltag entlastet werden können und welche Vereinbarungen auf Elternebene hierfür notwendig sind. Es können außerdem Absprachen zur Kommunikation erarbeitet werden, die helfen, schwierige Gespräche zu „entschärfen“. Die Erfahrung zeigt, dass Elemente des Coachings in der Mediation entlastend wirken können und die Eltern dabei unterstützen, tragfähige Vereinbarungen zu erarbeiten.


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Jan Martin Fehr, Mediator, Mediationsausbilder, Fachanwalt für Familienrecht, seit 1998 im Feld Trennung und Scheidung tätig. Seit 2013 fortlaufend Trainer für den Kurs „Kinder im Blick“ an einer Beratungsstelle.

WS 3:
Die Arbeit mit dem Familienwappen (Monika Isabel Janku)

Die Arbeit mit dem Familienwappen findet ihren Ursprung in der systemischen Familientherapie, wo die Wappen auf unterschiedlichste Weise eingesetzt werden. Familienwappen können in der Mediation eingesetzt werden, um das gegenseitige Verständnis, den Perspektivwechsel, unter den Mediand*innen zu fördern.

Monika Isabel Janku verwendet Familienwappen, um das individuelle Erleben der Mediand*innen in der (Ursprungs-)Familie zu visualisieren. Rollen, Erwartungen etc. werden thematisiert. Die Mediand*innen werden kreativ und sind gefragt, sich zu konkreten Fragen mit Farben und Symbolen, jedoch ohne Worte auszudrücken. In kurzer Zeit entstehen sehr aussagekräftige Bilder, die wie Kinderbilder aussehen und von großen Emotionen begleitet werden.

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„Mediation ist mehr als die Lösung eines Konflikts. Mediation ermöglicht eine Resilienz-Erfahrung für Menschen, die im Familienkonflikt dauerhaftem Stress ausgesetzt sind und fördert damit nachhaltig die mentale und physische Gesundheit unserer Mediand*innen“

Monika Isabel Janku arbeitet als Gestalttherapeutin, Orientierungsanalytikerin und Mediatorin in eigener Praxis in Oberursel bei Frankfurt. Monika ist Sprecherin der BAFM, Co-Leiterin der Fachgruppe Erbmediation, zertifizierte Mediatorin BAFM, Counselor grad. Gestalt & Orientierungsanalyse, Gesundheitscoach & Trainerin und Rechtsanwältin.

WS 4:
ADHS und Mediation (Johanna Pleban)

In vielen Familien ist ADHS ein Thema. Sei es, weil die Kinder diagnostiziert sind oder es einen Verdacht gibt, sei es, weil die Eltern selbst im Spektrum sind. Sehr häufig ist es beides. ADHS ist eine Neurodivergenz mit Sonnen- und Schattenseiten. Sie bei sich selbst und/oder den Kindern zu verstehen, macht die Navigation durchs Leben leichter.
ADHS hat Einfluss auf einige Bereiche des Alltags, auch auf unsere Beziehungen, insbesondere (aber nicht nur) die engsten. Sie können von herausfordernden Kommunikationsmustern und sich wiederholenden Konflikten geprägt sein.

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Johanna Pleban (M. A.), Mediatorin, Paartherapeutin, ADHS-Coach und -Referentin. Sie arbeitet mit Eltern, Pädagog*innen, Erwachsenen mit ADHS im persönlichen und beruflichen Kontext. Mit Freude erlebt sie immer wieder, wie sehr ein informierter und empathischer Umgang mit ADHS sowohl Menschen im Spektrum selbst als auch ihr Umfeld erheblich erleichtert und bereichert

WS 5:
Queer Kids (Jana Rehbein)

Weitere Informationen folgen!

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Jana Rehbein ist Coach & Supervisorin (DGSv) und zertifizierte Mediatorin® (BM und BAFM).

WS 6:
Vom Loyalitätskonflikt bei Kindern in der elterlichen Trennung bis zum
Verlust des Kindeswohls: Chancen und Risiken für eine gelingende Zusammenarbeit! (Dr. Samuel Sieber)

Loyalitätskonflikte bei Kindern im Fall elterlichen Trennung belasten vielfach die Beziehung zu beiden Elternteilen. Kinder fühlen sich oft hin- und hergerissen und vermeiden oder reduzieren Nähe zu einem Elternteil, um den Konflikt für sich zu entschärfen. Das kann zu verstärkten Trennungserfahrungen, Unsicherheit und Stress führen, wodurch sich die emotionale Bindung zu beiden Elternteilen verschieben oder schwanken kann.

In der Mediation treten Loyalitätsgefühle als Hürde auf, weil die Wünsche und Gefühle der Kinder manchmal im Konflikt mit den Erwartungen der Eltern stehen. Diese Konflikte können Offenheit und Kooperation erschweren, da Eltern möglicherweise Schutzmechanismen entwickeln oder Schuldzuweisungen vertiefen. Die Herausforderungen für sich trennende und streitende Eltern kann bis zum Verlust des Kindeswohls führen. Und was dann?

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Dr. Samuel Sieber ist promovierter Diplompsychologe, Mediator, Supervisor und Therapeut mit langjähriger Erfahrung in Lehre und Leitung. Er verfügt über fundierte Expertise in der Konfliktklärung, psychologischer Diagnostik und therapeutischer Intervention. Als Redakteur einer wissenschaftlichen Zeitung trägt er zur fachlichen Weiterentwicklung des Fachgebiets bei und nutzt seine wissenschaftliche Perspektive, um komplexe Themen verständlich darzustellen. In seiner Rolle als Vorstand der Landesarbeitsgemeinschaft Erziehungsberatung setzt er sich für die Förderung von Fachkompetenz, Netzwerken und qualitätsorientierter Praxis ein. Seine Tätigkeit zeichnet sich durch eine ganzheitliche Herangehensweise, interdisziplinäre Zusammenarbeit und eine starke Orientierung an Evidenz, Ethik und professioneller Weiterbildung aus.

WS 7:
Kinder in der Mediation (Swetlana von Bismarck)

Die Integration von Kindern und Jugendlichen in der Mediation ist Chance und Herausforderung. Wie jede*r Beteiligte in Konflikten und Mediationen verdienen auch die Kinder unsere besondere Aufmerksamkeit, möglicherweise Schutz und die Möglichkeit, in diesem Rahmen an Vereinbarungen mitzuwirken. Wie kann dies gelingen?

Immer öfter treffen wir in der Mediation aber auch auf erwachsene Kinder und ihre Eltern. Welche Chancen und Herausforderungen ergeben sich in diesen Fällen? Welche Schutzbedürfnisse entstehen hier. Welche besondere (Konflikt-) Dynamik ist hier zu beachten und was bedeutet dies, damit Konflikte gelöst, Kontakt eventuell wiederhergestellt werden kann und neue Verabredungen für ein Miteinander in die Zukunft hinein getroffen werden können?

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Swetlana von Bismarck ist Mediatorin BAFM und QVM und Supervisorin in eigener Praxis, Ausbilderin, Verfahrensbeistand und Rechtsanwältin, Mutter von vier erwachsenen Töchtern.  www.familienkokon.de

WS 8:
Gespräche führen mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen:
Wie können Fachkräfte mit Kindern und Jugendlichen über die Tren
nung ihrer Eltern sowie die damit verbundenen Herausforderungen
und Chancen ins Gespräch kommen? (Michelle Sipeer)

Dieser Workshop vermittelt praxisnahe Einblicke in die Gesprächsführung mit jungen Menschen im Kontext elterlicher Trennung. Im Fokus stehen Methoden und strukturelle Ansätze, die den Zugang zu jungen Menschen erleichtern, den Vertrauensaufbau fördern und eine altersgerechte Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex Nachtrennungsfamilie sowie dem Umgang mit Gefühlen ermöglichen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Unterscheidung zwischen lösungsorientierter Kurzzeitberatung und längerfristiger Einzelbegleitung. Dabei wird herausgearbeitet, welche Zielsetzungen und Herangehensweisen jeweils im Vordergrund stehen.

Anhand praxisnaher Beispiele aus dem Beratungsalltag des Projekts KiJuBe – Einzelberatung/-begleitung für Kinder und Jugendliche mit getrennten Eltern bei ZiF e.V. erhalten die Teilnehmer*innen konkrete Impulse für ihre eigene Arbeit. Im Workshop werden typische Themen aus der Lebenswelt von Kindern getrennter Eltern aufgegriffen, wie zum Beispiel:

  • Loyalitätskonflikte
  • Patchwork-Familien
  • Konflikte zwischen den Eltern
  • Eigene Stärken erkennen/ Ressourcenorientierung
  • Umgang mit schwierigen Gefühlen/ Bewältigungsstrategien
  • „Ich wünsche mir, dass meine Eltern wieder zusammenkommen“/Abschied unerfüllbarer Wünsche

Der Workshop richtet sich an Fachkräfte sowie Interessent:innen, die mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen arbeiten oder sich mit diesem Themenfeld auseinandersetzen möchten und ihre Kompetenzen in der sensiblen Gesprächsführung rund um Trennung und Familie erweitern wollen.

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Michelle Sipeer, M.A. Therapeutische Soziale Arbeit und Familienmediatorin i. A., ist Leiterin der Beratungsstelle bei Zusammenwirken im Familienkonflikt e.V. (ZiF e.V.), der Gruppen für Kinder getrennter Eltern und des Projektes „KiJuBe“- Einzelberatung für Kinder & Jugendliche.  Pronomen: sie/ihr

WS 9:
Leichtigkeit im Umgang mit Unterschieden – Ressourcen von Kindern
und Jugendlichen im interkulturellen Kontext (Doris Wietfeld)

Viele Kinder und Jugendliche, die in interkulturellen Lebenssituationen in Familie, Kita, Schule und Freizeit aufwachsen, tragen eine innere Leichtigkeit im Umgang mit Unterschieden in sich.
Für sie ist es selbstverständlich, dass es viele Wege und Sichtweisen gibt. Manchmal staunen sie, wenn sie sehen, dass es sich für Erwachsene schwerer anfühlen kann – als läge ein großer, unbeweglicher Stein auf dem Weg. Im Workshop erkunden wir gemeinsam, wie diese Leichtigkeit in Konflikten und Mediationen besser aktiviert werden kann.


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Doris Wietfeldt, M.A. Kulturwissenschaften, ist lizenzierte Mediatorin und Ausbilderin BM®, Mediatorin BAFM, Change Managerin und Trainerin für Interkulturelle Kompetenz. Sie leitet seit 25 Jahren Mediationen in Schulen, Kitas, in der Kinder- und Jugendhilfe und in Familien. In ihrer eigenen Lebensgeschichte haben interkulturelle Konflikte von Beginn an ihren Weg begleitet – bis es irgendwann leichter wurde…

WS 10:
Mediation im Zwangskontext?! Mediative Arbeit mit Eltern in familiengerichtlichen Verfahren (Christian Reinecke)

Laufende familiengerichtliche Verfahren gelten häufig als Ausschlussgrund für Mediation: zu eskaliert, zu parallel, zu wenig freiwillig. Gleichzeitig sind es genau diese Familien, die Orientierung, Struktur und Übersetzung besonders dringend brauchen.

Der Workshop fragt, ob und wie mediative Arbeit auch in solchen „Zwangskontexten“ verantwortbar gelingen kann. Im Mittelpunkt stehen Auftragsklärung, Transparenz, Rollenklarheit, Kindeswohlorientierung und professionelle Prozessführung. Welche Themen dürfen bearbeitet werden – und welche besser nicht? Wie lassen sich störende Parallelprozesse vermeiden? Und wie kann eine mediative Haltung Eltern unterstützen, wieder handlungsfähiger zu werden, ohne das gerichtliche Verfahren zu unterlaufen?

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Christian Reinecke ist Erziehungswissenschaftler und Soziologe B. A., Mediator, systemischer Supervisor und Verfahrensbeistand. Er arbeitet seit rund zehn Jahren mit Familien in hochstrittigen und häufig familiengerichtlich eingebundenen Konfliktdynamiken und bildet am Berliner Institut für Mediation (BIM) Mediator*innen aus.  Seine besondere Perspektive verbindet Jugendhilfe, Familiengericht, kindorientierte Interessenarbeit und mediative Übersetzung zwischen eskalierten Positionen.

WS 11:
Pädagogische Haltung in der Schulmediation. Ja oder nein – und wenn
ja, wie viel? (Dr. Christa Schäfer & Matthias Würtenberger)

Konflikte gehören zum Schulalltag. Entscheidend ist, wie eine Schule mit ihnen umgeht: Werden Konflikte schnell geregelt, pädagogisch eingeordnet oder mediativ bearbeitet? Und wo liegt eigentlich der Unterschied?

Der Workshop gibt einen kompakten Überblick über Schulmediation und lädt dazu ein, das Verhältnis von Mediation und Pädagogik genauer zu betrachten. Anhand der Friedenstreppe und eines kurzen Films zu Schülermediator*innen wird sichtbar, wie Kinder und Jugendliche bei der Konfliktklärung begleitet und zugleich zur eigenständigen Bearbeitung von Konflikten befähigt werden können.

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Dr. Christa D. Schäfer ist Mediatorin, Pädagogin und Ausbilderin BM® mit langjähriger Erfahrung in Schulmediation, Konfliktbearbeitung und Demokratiebildung. Sie begleitet Schulen, pädagogische Fachkräfte und Mediator:innen dabei, Konflikte konstruktiv zu klären und tragfähige Strukturen für ein gutes Miteinander zu entwickeln.  In ihren Workshops verbindet sie fachliche Klarheit mit Praxisnähe, Humor und einer konsequent wertschätzenden Haltung. Ihr Schwerpunkt liegt auf Schulmediation, Partizipation, Klassenrat, Mobbingprävention und kindgerechten Konfliktlösungsmodellen

Matthias Würtenberger (M.A. Logik & Wissenschaftstheorie) arbeitete ursprünglich in der internationalen Friedens- und Entwicklungszusammenarbeit (Ostafrika & Arabischer Raum). Seit 2023 ist er als zertifizierter Mediator mit Fokus auf Familienmediation, Hofübergabe und Schule im Raum München und Rosenheim tätig, sowie im Vorstand der Bundesarbeitsgemeinschaft für Familienmediation (BAFM) e.V.

Organisatorisches

Zeit & Ort:

  • Beginn: Freitag, 20. November 2026, um 9:30 Uhr
  • Ende: Samstag, 21. November 2026, um 17:00 Uhr
  • Ort: martas Gästehäuser, Lehrter Straße 68, 10557 Berlin 

Tagungstickets (inkl. Tagungsverpflegung ohne Fest):

  • Ticket für Menschen in einer Mediationsausbildung an einem von der BAFM anerkannten Institut: 200,00 € 
  • Super-Early-Bird-Ticket (bei erfolgter Anmeldung per E-Mail bis 31.03.2026):
    • 200,00 € (BAFM-Mitglieder)
    • 250,00 € (regulär)
  • Early-Bird-Ticket (bei erfolgter Anmeldung per E-Mail oder Sewobe bis 30.06.2026):
    • 250,00 € (BAFM-Mitglieder)
    • 300,00 € (regulär)
  • Reguläres Ticket (ab 1. Juli 2026):
    • 300,00 € (BAFM-Mitglieder)
    • 350,00 € (regulär)

Ticket für das Fest am Freitagabend ab 20 Uhr: 40,00 €. 

14./ 15. November 2025

Fachtagung in Hamburg: Familie- Wurzel der Demokratie?

Datum: 14. und 15. November 2025

Tagungsort: MachWerk, Paul-Dessau-Str. 3A, 22761 Hamburg

Einladung

Wir laden alle Familienmediator:innen und Interessierten zu unserer Fachtagung ein. Wir wollen gemeinsam herausfinden, wie Familien demokratische Kompetenzen und Fähigkeiten vermitteln und vorleben können und ob die Familie die Wurzel der Demokratie sein kann. Außerdem stellen wir uns die Frage, wie wir als Mediator:innen die Demokratie stärken können. Darüber hinaus werden wir unsere Haltung überprüfen, mit der wir die Familien als System oder als Wurzel stärken und begleiten.

Wir freuen uns, die renommierte Bundesvorstandssprecherin von „Mehr Demokratie e.V.“ und Politaktivistin Claudine Nierth als Hauptrednerin begrüßen zu dürfen. Sie wird wertvolle Einblicke und Anregungen zur Förderung gesellschaftlicher, demokratischer Beteiligung geben. Claudine Nierth betont die Bedeutung der Bürgerkompetenz für zukünftige Herausforderungen und sieht in der Förderung von Bürgerbeteiligung und Mitbestimmung den entscheidenden Schritt, um individuelle Verantwortung und Teilhabe am Gemeinwohl zu stärken.

Neben dem fachlichen Input bieten wir eine Vielzahl an Workshops an. Diese bieten den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich mit den Kernthemen der Tagung auseinanderzusetzen. Diese Workshops sollen Impulse geben und bestenfalls wertvolle Anregungen für die Praxis liefern.

Demokratie heißt, beteiligt zu sein, mitwirken und gestalten zu können. Durch direkte oder indirekte Beteiligungsformate machen wir Partizipation, Selbstwirksamkeit und Gemeinschaft möglich. Um unsere Stimmen Gehör zu verschaffen, benötigen wir den notwendigen Raum und die Erfahrungen, dass unsere Meinungen zählen. Dies bildet ebenfalls die Grundlage im Kontext von Mediationsverfahren, in denen Mediator:innen die Interessen und Positionen aller Beteiligten erfassen, um ein optimales Ergebnis für alle zu erzielen.

Auch Kinder sammeln diese Erfahrungen bereits in früher Kindheit – in der Familie, in Kitas und in der Schule. Aber wie oft erleben Kinder demokratische Prozesse und dass ihre Stimme gehört, verstanden und dann auch berücksichtigt wird?

Was bedeutet es für uns als Teil dieser Gesellschaft, Meinungen auszuhalten, deren Inhalt wir nicht teilen – ob im privaten oder Mediationsumfeld? Tun wir das oder dürfen wir das nicht? Wir werden das im Hinblick auf unsere offene, allparteiliche Haltung gegenüber Menschen vertiefen. Wir müssen uns darüber im Klaren sein, wo unsere Grenzen liegen und wie wir als Mediator:innen damit umgehen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt wird die generationsübergreifende Kommunikation sein. Unterschiedliche Sozialisationen und Erfahrungen im Hinblick auf Partizipation und Digitalisierung prägen das gesellschaftliche Miteinander sowie unser Verständnis von Demokratie.

In den verschiedenen Workshopangeboten werden wir Raum für die Auseinandersetzung mit diesen wichtigen Themen bieten, den Austausch untereinander ermöglichen und mögliche Handlungsimpulse für unsere Arbeit als Fachkräfte, Mediator:innen oder Berater:innen ableiten.

Wir freuen uns auf zwei Tage in Hamburg mit allen, die sich für das Thema und die Mediation interessieren.

Flyer zur Fachtagung: Fachtagung-Flyer-2025

Programm

Fr., 14. Nov.  

  • 09:00 Uhr Anmeldung
  • 09:30 Uhr Begrüßung
  • 10:00 Uhr Vortrag Claudine Nierth
  • 11:30 Uhr Pause
  • 12:00 Uhr Workshops 1-5
  • 13:30 Uhr Mittagessen
  • 15:00 Uhr Mitgliederversammlung BAFM
  • 16:30 Uhr Pause
  • 17:00 Uhr Mitgliederversammlung BAFM
  • 18:30 Uhr Pause
  • 19:30 Uhr Abendessen und Tanz

Sa., 15. Nov.    

  • 09:30 Uhr Begrüßung
  • 10:00 Uhr Debatte im Oxfordstil
  • 13:00 Uhr Mittagessen
  • 14:30 Uhr Workshops 6-10
  • 16:00 Uhr Zusammenfassung
  • 17:00 Uhr Ende des Fachtag
Workshops

Workshop 1: Kinderinterview/Beteiligung von Kindern in der Mediation/Konsensverfahren

Das Kinderinterview orientiert sich an Art. 12 UN-KRK. Das Recht des Kindes auf Berücksichtigung seiner Meinung ist eines der vier Grundprinzipien der UN-Kinderrechtskonventionen.

Der Demokratiegedanke ist dem Kinderinterview immanent:  der These folgend, dass eine Familie, in der das Kind vom frühesten Alter an seine Meinung frei äußern kann und in der es ernst genommen wird, das beste Modell dafür bietet, dass das Kind auch später in außerfamiliären Kontexten (dem Sozialwesen, der Gesellschaft) darauf vertraut und in der Lage ist, sein Recht gehört zu werden, auszuüben, und umgekehrt dasselbe anderen zuzugestehen bereit ist.

Workshopleiterin:  Gerburg Lutter, Mediatorin BM/ QVM und Ausbilderin BM, Dipl.-Sozialpädagogin

Workshop 2: Elder-Mediation: Grenzen der Selbstbestimmung – Herausforderungen im Alltag

In diesem Workshop beleuchtet Signe Stein die Möglichkeiten und Chancen der Validation. Welche Werkzeuge und Grundkenntnisse sollten Mediator*innen beherrschen, um den besonderen Anforderungen in der Eldermediation gerecht zu werden? Wie können wir den Gesprächspunkt finden und halten? Wie erreichen wir ein Gefühl von zu Hause bzw. wie gelingt uns eine positive Erinnerungsverknüpfung? Welche unterstützenden Netzwerke stehen pflegenden Angehörigen zur Verfügung? Und welche „heiklen“ Themen sollten auch besprochen werden, um Selbstbestimmung so lange wie möglich zu gewährleisten? Wo kommen wir an Grenzen? Mit Hilfe des Mentimeters werden wir im Anschluss gezielt Themen vertiefen und diskutieren.

Referentin/ Mediator*innen: Signe Stein, Dipl.Ing.- MPH, Mitglied „Generationen im guten Dialog“ https://frei-raum-planen.de/Home/; Anette Oevel https://anette-oevel.de/, Michael Feist und Simone Hausmann

Workshop 3: Wenn Prinzipien aufeinanderprallen – Wege durch den Wertekonflikt

Werte machen uns aus und geben Orientierung, sie können aber auch zum emotionalen Brennpunkt in Konflikten werden. Gemeinsam schauen wir hinter die Kulissen wertbasierter Auseinandersetzungen und entdecken das Werte- und Entwicklungsquadrat als Tool für einen gelungenen Perspektivwechsel.

Workshopleiterin: Johanna Heussner, Selbständige Wirtschaftspychologin und Coach

Workshop 4: Wertschätzend kritischer Diskurs im Familienkonflikt- mit CP demokratische Lösungen finden – 

Die Cooperative Praxis CP fördert folgende Prozesse:

· Kritischer Diskurs ist die Basis jeder Demokratie

· Verständigung von Mensch zu Mensch versus ausgrenzende Verurteilung

· Akzeptanz von Unterschiedlichkeiten als Ausweg aus der Konfrontation

· Selbst gelöste Konflikte stärken Autonomie und Selbstwirksamkeit und schaffen mündige Bürger

Workshopleiter:in: Gertrud Wölke– Dipl. Psychologin, Psych. Psychotherapeutin, Supervisorin DGSF/BDP, Cooperative Praxis DVCP®️ und Rechtsanwalt Jörg Malinowski- Mediator, zertifizierter Rechtsanwalt für „Cooperative Praxis DVCP

Workshop 5: Demokratiebildung bei Jugendlichen mit Apropolis e.V.

Der Verein apropolis e.v. vermittelt Jugendlichen in bewährten Workshop-Formaten spielerisch und interaktiv das praktische Einmaleins der Demokratie. Die Trainer*innen zeigen Wege der Meinungsbildung auf, die wichtigsten Werkzeuge, den eigenen Standpunkt fair zu vertreten – und üben das gleich dort, wo niemand gemeinschaftlichen Prozessen entkommt: in der Schule.

Workshop 6: Mediation zwischen Eltern und Jugendlichen

Wie mutig können und dürfen wir sein, Jugendliche und junge Erwachsene zusammen mit ihren Eltern in eine Mediation auf Augenhöhe einzubinden. In vielen Familien hat sich das Verhältnis von Eltern und ihren Kindern verändert. Das Miteinander wird wesentlich öfter miteinander ausgehandelt. Eltern trauen ihren Kindern Verantwortungen zu bzw. Kinder fordern dieses ein. Entsprechend sollte sich auch unsere Einstellung und unser Handwerkzeug verändern und Kinder wesentlich öfter mit in die Mediationen integrieren. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene können dadurch Demokratie in der Familie erleben… und umgekehrt erfahren häufig die Eltern von der Kompetenz ihrer Kinder.

Workshopleiterin: Swetlana von Bismarck– Mediatorin BAFM und QVM, Supervisorin, Verfahrensbeiständin, Rechtsanwältin

Workshop 7: Demokratischer Erziehungsstil- Empowerment für Eltern und Mediator:innen als Impulsgeber:in

In Trennungssituationen und auch im Alltag sind Eltern häufig besonders gefordert und es wird sich über Erziehungsfragen und den Umgang mit den Kindern gestritten. Neben externer Unterstützung können auch Eltern ihre Kinder (fast) jeden Alters direkt in Entscheidungen einbeziehen. Mediatoren und Mediatorinnen können sensibel und achtsam Impulsgeber:innen sein. Dieser Workshop sensibilisiert für demokratische Erziehungselemente im mediativ begleiteten Trennungs- oder Konfliktprozess und vermittelt praktische Ideen zur Förderung elterlichen Empowerments.

Workshopleiterinnen: Alexandra Hertel– Rechtsanwältin, Mediatorin, Jasmin Birkel– Lehrerin, Sprachwissenschaftlerin, Mediatorin und Antje Rechenberg– Mediatorin (BAFM), Ausbilderin (IMKA HH), Sozialökonomin, Bankkauffrau

Workshop 8: Mediation über den „Graben“ hinweg

Der Befund, unsere Gesellschaft sei von „Gräben“ durchzogen, über die hinweg keine sachliche Auseinandersetzung mehr möglich sei, ist in aller Munde. Die Erscheinungsformen dieser Entwicklung begegnen uns zunehmend auch in Mediationen: Scheinbar unversöhnliche Positionen, tiefe weltanschauliche Differenzen, konträre Ansichten über Kindererziehung oder medizinische Fragen…  Was heißt dies konkret für die Familienmediation? Welche Ressourcen birgt die Mediation in dieser Situation? Was bedeutet „mediative Haltung“ in diesem Kontext? Was verlangt sie von uns Mediator*innen? Wohin mit der eigenen Meinung? Was passiert mit den persönlichen „No Goes?“

Kann Mediation dazu führen, dass doch die ein oder andere Brücke in der Grabenlandschaft gebaut wird?

Anhand einer konkreten Fall-Studie aus dem Anwendungsfeld „Corona-Thematik, Kindesentführung, Lebensmittelpunkt des Kindes“ werden wir in dem Workshop untersuchen, welche Chancen Familienmediation in der heutigen gesellschaftlichen Situation bietet.

Workshopleiter: Jan Martin Fehr– Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht, Mediator, Ausbilder, CLP-Anwalt, zertifizierter Kinder im Blick-Kurstrainer

Workshop 9: „Rassistische“ Äußerungen beim Grillfest im Kindergarten – Ein Rollenspiel

Es geht um den professionellen Umgang mit rigiden Werthaltungen – mediativ – in jeder Situation !?.!?.

Nach der Einführung in den Fall und in die Rollen wird gespielt, geübt und reflektiert. Mitmachen ist angesagt, Beobachten ist auch hilfreich.

Durchführende sind: Kita-Leiterin, Herr B, Frau B – das sind die Eltern von Jennifer 3 J, die Elternschaft, die Erzieher, die Kinder.

Ausführend steht zur Diskussion: Was bieten Mediationstools und eine mediative Haltung KiTa-Profis ( und uns anderen ) um alltäglich Demokratie zu leben, vorzuleben und erleben zu lassen? Nutzen wir die? Trauen wir uns?

Moderation des WS-Rollenspiels: Dr. Monika Hartges– Mediatorin BAFM / QVM , Juristin, Diplomsozialwissenschaftlerin, Ausbildungsleitung IMKA – Hamburg

Workshop 10: Diversitätssensible Mediation – Vielfalt fängt in der Familie an! Vertrauen schaffen – Akzeptanz fördern

Die Mediation bietet die besten Vorausaussetzungen, demokratischen Ideal gerecht zu werden. Doch das Konstrukt der Fragetechniken und der Umgang mit Sprache an sich spielen im Verfahren eine große Rolle. Im Setting der Mediation kann es sein, dass ich als Mediator*in mit eigenen unbewussten Bildern, Stereotypsierungen und Zuschreibungen Gefühle verletze, Selbstkonzepte infrage stelle oder Menschen gar diskriminiere. Wie schaffe ich eine Atmosphäre des Vertrauens und der Kulturfairness und bleibe dabei meinen (demokratischen) Leitlinien treu?

Workshopleiterin: Latifa Kühn– Islamwissenschaftlerin, Mediatorin, Systemische Coach, Supervisorin

Organisatorisches
Zusammenfassung der Fachtagung: Bericht

Tagungsort: Impulse Medien GmbH | Paul-Dessau-Str. 3A | 22761 Hamburg

Unterbringung: Superbude Altona, Paul-Dessau-Straße 2, 22761 Hamburg- das Hotel liegt genau beim Tagungsort und Zimmer können auf eigene Rechnung gebucht werden

Anmeldung und Kosten:

Hier geht es zur Anmeldung über unseren Dienstleister SEWOBE:

Tagungspreise

Early Bird (31.07.2025)

150 €  (Mitglieder des Fördervereins und Mitglieder der BAFM bzw. Teilnehmende einer von der BAFM anerkannten Ausbildung)

200 €  (andere)

Regulär 

170 € (Mitglieder des Fördervereins und Mitglieder der BAFM bzw. Teilnehmende einer von der BAFM anerkannten Ausbildung)

220 € (andere)

Am Freitagabend wollen wir gemeinsam zu Abend essen, feiern und tanzen (Elbe-Werkstätten, Friesenweg 5b-d): Kosten 40 € .

Bitte überweisen Sie den entsprechenden Gesamtbetrag unter dem Stichwort „Fachtagung Familie-Wurzel der Demokratie?“ auf das Konto des Fördervereins Förderer der Familienmediation i. s. d. BAFM IBAN: DE97 5206 0410 0003 9053 22, BIC: GENODEF1EK1. Sie erhalten eine Quittung vor Ort in Ihrer Tagungsmappe sowie eine Fortbildungsbescheinigung über 8 Stunden.

Rücktritt von der Teilnahme

Bei einer Stornierung bis zum 1.11. 2025 wird der Gesamtbetrag zurückerstattet. Bei einer Stornierung nach diesem Zeitpunkt kann der gezahlte Betrag leider nicht erstattet werden, es sei denn, es wird ein:e Ersatzteilnehmer:in benannt.

15./16. November 2024

Fachtagung in Oberursel: Regenbogenfamilien

Familien verändern sich und doch streben viele Menschen nach dem Halt und Rahmen der Familie, auch in alternativen Formen. Menschen wollen füreinander Verantwortung übernehmen, finden aber in den herkömmlichen Strukturen nicht immer das richtige Zuhause.

Auch in diesen neuen Familienformen gibt es zahlreiche Konflikte. Familienmediator/innen werden immer häufiger angefragt und können wertvolle Arbeit leisten. LGBTQIA+ sensitive Familienmediation – professionelles Arbeiten mit neuen Familienformen – Wie geht das?

Hinter dem Begriff „Regenbogenfamilien“ verbirgt sich für uns aber viel mehr: Wir möchten gerade vor dem Hintergrund der aktuellen gesellschaftspolitischen Lage gemeinsam ein Statement setzen und für eine offene, freiheitliche und tolerante Gesellschaft eintreten, die in ihrer Vielfalt und Unterschiedlichkeit ihre Stärke erkennt und sich gemeinschaftlich, demokratisch für den Erhalt dieser Werte einsetzt.

Die Förderer der Familienmediation i.S.d. BAFM freuen sich, auch Gastgeber für die Mitgliederversammlung der BAFM e.V. sein zu können.

Programm der Fachtagung

Freitag, 15. Nov. 2024

Vortrag: Trans*identität und Familie – Dr. Livia Prüll

Dr. Livia Prüll, trans*idente Ärztin, Autorin und Medizinhistorikerin an der Universität Mainz, wird nach einer kurzen Begriffsdefinition das Thema zunächst aus der Sicht des trans*Kindes, dann aus der Sicht von trans*Eltern beleuchten. Die zusammengefassten Ergebnisse stellt sie schließlich in den Zusammenhang von Diversitäts- und Demokratieerziehung. https://www.livia-pruell.de/

Workshops

  1. Trans*identität und Familie mit Dr. Livia Prüll

Der Workshop bezieht sich auf den vorangegangenen Vortrag und schließt thematisch an diesen an. Er bietet die Möglichkeit, das Phänomen „Transidentität“ im Rahmen von Übungen besser zu verstehen und sich über das spezielle Thema „Transidentät und Familie“ auszutauschen und es interaktiv angehen zu können.

  1. … ich bin trans… und nun?

Hype oder Normalität? Eine hoch polarisierte öffentliche Diskussion beeinflusst die familiäre Dynamik transidenter und nichtbinärer Menschen.

… mein Papa heißt Michelle…

… ich kann es ihnen nicht sagen, sie werden mich hassen…

… dies ist nur eine pubertäre Phase, weitere Schritte kommen für uns nicht infrage…

Aus Sicht der Selbsthilfe und der Psychotherapie wird die Dynamik in der Arbeit mit den Familiensystemen aus unterschiedlichen Sichtweisen dargestellt.

Silke Hess, Vorstandsmitglied von Trans-Ident e. V. und Dr. phil. Volker Langhirt, niedergelassener Psychotherapeut für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene und ihr Bezugssystem, bisher Sachverständiger bei Gericht nach TSG,

  1. Mit uns selbst fangen wir an! Die Bedeutung der inneren Haltung der Mediator:in

Der Workshop nimmt unsere Werte, Glaubenssätze, Vorprägungen zum Thema Regenbogenfamilien in den Blick.

Sind wir wirklich allparteilich? Was bedeutet unsere innere Haltung für die Mediation? Und wie steuern wir uns selbst?

Lilly Fritz, Mediatorin BAFM, Ausbilderin, adribo Academy https://adribo-academy.de/ , Supervisorin, Coach, lizenzierte Mind Codex Trainerin

  1. Wahrnehmung des Unbekannten

Sich für die individuelle Freiheit und Toleranz gegenüber sexueller Vielfalt und Transidentität auszusprechen, ist eine Sache. Was aber, wenn es auf einmal den Freundeskreis oder gar die eigene Familie betrifft und sich ein Ehepartner als homosexuell oder transident outet? Dann müssen und dürfen wir uns wirklich auf das große Thema der sexuellen Individualität einlassen: In diesem Workshop erarbeiten und betrachten wir Aspekte der individuellen Wahrnehmung im unmittelbaren Kontakt mit sexueller Vielfalt. Was prägt unsere individuelle Wahrnehmung, was macht die unterschiedlichen Perspektiven der Beteiligten aus.

Monika Isabel Janku, Mediatorin BAFM, BM, QVM, Wirtschaftsmediatorin IHK, Rechtsanwältin, Gestalttherapeutin, Resilienz-Coach und Trainerin https://gestalt-counseling.de/

  1. Kunst, Coaching und Mediation

         KUNST ALS IMPULSGEBER FÜR VERÄNDERUNG UND ENTWICKLUNG

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte… Davon muss ich mir ein Bild machen… diese Äußerungen kennen wir alle. Wann hat Sie das letzte Mal ein Bild berührt und nachhaltig beschäftigt?
Beim Coaching mit Kunst kommen Kunstwerke als dritter Gesprächspartner ins Spiel.
Kunst kann als hilfreicher Ausgangspunkt zur Reflexion und Problemlösung dienen: Sie öffnet den Zugang zur Gefühlsebene und schafft einen Rahmen, um Fragen zu stellen, Denkmuster zu erweitern, miteinander ins Gespräch zu kommen und die Kommunikation zu verbessern – sie bietet Raum für neue Blickwinkel.
Was lässt sich davon für einen wirkungsvollen Einsatz in Mediationsverfahren nutzbar machen?

Dr. Melanie Damm, Coach und Kunsthistorikerin https://drdamm-coaching.de

Samstag, 16. Nov. 2024

1. Vortrag:  Rechtliche Rahmenbedingungen für Regenbogenfamilien mit RAin und Mediatorin BAFM Sabine Hufschmidt

2. Vortrag: Regenbogenfamilien und queer families – Herausforderungen für die Beratung mit Prof. Dr. Stefan Timmermanns

Im Zentrum steht die besondere Situation von Regenbogenfamilien und queer families sowie die Herausforderungen vor die sie vor allem nach der Geburt ihres Kindes gestellt sind. Vorabsprachen, z.B. über das Sorgerecht und andere rechtliche Dinge, werden von den meisten getroffen. Dennoch können nicht alle Schwierigkeiten antizipiert werden. So bleibt genügend Konfliktpotenzial für die Gestaltung von Familienbeziehungen und Kindererziehung. Der Vortrag möchte für die Herausforderungen sensibilisieren und dadurch Mediationen erleichtern.
Prof. Dr. Stefan Timmermanns, Professur für Sexualpädagogik und Diversität in der Sozialen Arbeit an der University of Applied Science Frankfurt/M.
           

Workshops am Nachmittag

  1. Kollegiale Beratung zu Fällen und Fragen aus der Praxis

Prof. Dr. Stefan Timmermanns vertieft in einem seinem Vortrag folgenden WS die Thematik.

  1. Polyamorie und Regenbogenfamilien: Mediation jenseits traditioneller Beziehungsformen  – Workshop VII bereits leider ausgebucht ! –

In diesem Workshop erwartet Mediatorinnen ein tiefgehender Einblick in die vielschichtigen Strukturen und Herausforderungen komplexer Beziehungsgeflechte – wie z.B. polyamorer Beziehungen sowie Regenbogenfamilien. Wir diskutieren die besonderen Dynamiken und Konfliktfelder, die in solchen Beziehungsgeflechten auftreten können. Anhand von praxisnahen Beispielen aus der Praxis von Kris Beer und einer damit verbundenen interaktiven Übung erlernen die Teilnehmer*innen effektive Techniken und Strategien, um in diesen komplexen Kontexten erfolgreiche Mediationsprozesse zu gestalten. Der Workshop bietet wertvolle Werkzeuge zur Förderung offener Kommunikation, zur Konfliktlösung und zur Stärkung des gegenseitigen Verständnisses in sogenannten Polykülen oder Regenbogenfamilien. Mediator*innen verlassen diesen Workshop mit einem erweiterten Repertoire an Wissen und Fähigkeiten, um in alternativen Beziehungsstrukturen kompetent und einfühlsam zu agieren.

Kris(tin) Beer, https://dynamischindiezukunft.de/Systemisches Coaching Supervisorin Mediation Mediationssupervision  Training   Moderation

Fokus auf: Alternative Paarberaterin für Paare, die sich öffnen möchten, Paare, die nicht-konsensuelle Monogamie oder konsensuelle Polyamorie leben wollen,  Bi-Paare, Unternehmerpaare und Inhaberpaare,  Neurodiverse Personen, Teams und Führungskräfte

  1.   LSBT*I im Alter

Die Interessen von älteren und hochaltrigen Lesben, Schwulen, bisexuellen, trans* und intergeschlechtlich geborenen Personen finden häufig wenig Berücksichtigung. Viele Jahre fehlten ihnen Vorbilder und Handlungsoptionen für eine selbstbestimmte Familienplanung. Daher entwickelten LSBT*-Senior:innen eigene Strategien und Strukturen, um sich tragfähige, familiäre Bindungen zu schaffen – parallel oder fernab der eigenen Herkunftsfamilien und/oder ehemaligen heterosexuellen Ehen mit Kindern.

Der Workshop zeigt Lebensläufe und historische Rahmenbedingungen von LSBT*-Senior:innen auf. Anhand von biografischen Beispielen werden deren Bedarfe und Wünsche vermittelt und ein Praxistransfer ermöglicht, z.B. wie bei einer Familienmediation die Anforderungen von älteren LSBT*-Personen umgesetzt werden können?

Elke Kreß und Markus Johannes, Fachreferent:innen der Hessische Landesfachstelle LSBT* im Alter

IX. Think outside your box! Queere Familiengründungen in der Mediation Workshop IX bereits leider ausgebucht ! –

Queere Familiengründungen und Mediation sind ein Match – die Synergie (Q&M) hat ein hohes kreatives Potential. 99% der queeren Familiengründungen sind eine bewusste Entscheidung. Rollenmodelle und Doing Gender sind fluide. Und sie sind für alle Mediator:innen ein Fenster in die Zukunft der Familien von Morgen.
Auf der anderen Seite müssen queere Familien nach wie vor hohem gesellschaftlichem Druck und Minderheitenstress standhalten und gleichzeitig müssen die Sorgeberechtigten und alle anderen Beteiligten ihren Kindern Orientierung, Sicherheit und Schutz bieten. Wozu meiner Mediationserfahrung nach, die meisten wild entschlossen sind und deshalb bereits im Zauber des Anfangs in Betracht ziehen, Mediation für sich in Anspruch zu nehmen. In guten für die schlechten Zeiten.
Krisenprävention ist für queere Familiengründungen bereits in der Gründungsphase ein bewusst mitgedachtes Thema. Queere Menschen sind keine Fabelwesen, das heißt sie sind normalsterblich und dem Schicksal ausgeliefert, sie werden manchmal krank, immer alt, haben Konflikte und trennen sich und sie sind häufig familiär nicht so selbstverständlich in ihre Herkunftsfamilien eingebunden, sondern setzen eher auf Wahlverwandtschaften.
Wenn Sie mit queeren Familien authentisch und glaubwürdig als professionelle Verbündete (Allys) jenseits von pink-washing arbeiten wollen, benötigen Sie als Mediator:innen ein Bündel an Wissen, (Queers in der Mediation haben keinen Bildungsauftrag) und eine reflektierte innere Haltung zu dem, was Familie ist und sein kann.
In diesem Workshop möchte ich mit Ihnen gemeinsam herausdestillieren für welche Familienkonstellationen des queeren Spektrums Sie am Ende dieser Fachtagung, mit all dem Wissen was Ihnen von den Kolleg:innen zur Verfügung gestellt wurde und über das Sie bereits verfügten, als Mediator:in arbeiten und ihr Profil erweitern wollen.

Jana Rehbein (sie/ihr), Coach & Supervisorin (DGSv) und Mediatorin (BM® und BAFM), Gestalttherapeutin. Ich arbeite seit vielen Jahren mit queeren Menschen/Familien in der Mediation, begleite angestellt bei einem freien Träger der Jugend- und Familienhilfe LGBTQI+ in Krisensituationen und im Rahmen des Kinderschutzes. Darüber hinaus coache und supervidiere ich LGBTQI*-Fachkräfte und Fachkräfte die mit LGBTQI* arbeiten. 

X. Wahlfamilien als Unterstützungssysteme für Regenbogenfamilien im Kampf gegen Einsamkeit

In diesem interaktiven Workshop erkunden wir die Bedeutung von Wahlfamilien als unterstützende Netzwerke für Regenbogenfamilien. Für viele LGBTQIA+-Personen sind traditionelle Familienstrukturen nicht immer zugänglich oder unterstützend. Daher können Wahlfamilien – bestehend aus engen Freund:innen, Verbündeten oder Gleichgesinnten – zu einem zentralen Rückhalt werden. Wir beleuchten, wie Wahlfamilien gezielt als emotionale und soziale Ressource genutzt werden können, um Einsamkeit zu überwinden und den Zusammenhalt zu stärken. Außerdem wird diskutiert, wie Regenbogenfamilien aktiv Wahlfamilien aufbauen und pflegen können, um ihre Resilienz und ihr Wohlbefinden zu fördern.

Olga Ploke, Gründerin und Geschäftsführerin von adandra, https://adandra.net, Frankfurt/M.

 

Programm

entsprechend vielfachem Wunsch wird die Fachtagung zwei volle Tage dauern:

Do., 14. Nov. 18.15 -19.30 Uhr   Mitgliederversammlung des Fördervereins

Do., 14. Nov. 19-21 Uhr    gemeinsames Ankommen und Abendessen
       
Fr., 15. Nov.     9.00 Uhr    Anmeldung
                        9.30 Uhr    Begrüßung
                      10.00 Uhr    BAFM-MV
                      11.30 Uhr    Pause
                      12.00 Uhr    BAFM MV
                      13.30 Uhr    Mittagessen
                      15.00 Uhr    Vortrag
                      16.30 Uhr    Pause
                      17.00 Uhr    5 Workshops
                      18.30 Uhr    Pause
                      19.30 Uhr    Sektempfang, Abendessen und Tanz

Sa., 16. Nov.    9.00 Uhr    Begrüßung
                         9.15 Uhr    Vortrag 1
                       10.45 Uhr    Pause
                       11.15 Uhr    Vortrag 2
                       13.00 Uhr    Mittagessen
                       14.30 Uhr    5 Workshops
                       16.00 Uhr    Zusammenfassung
                       17.00 Uhr    Ende des Fachtagung       

Organisatorisches

Tagungsort:

Parkhotel am Taunus Hohemarkstr. 168, 61440 Oberursel, Tel: 06171 9200, https://www.parkhotel-am-taunus.de

U-Bahn-Haltestelle „Waldlust“ U3 und U5 30 Min vom FFM HBF direkt vor dem Hotel

Oberursel grenzt nördlich direkt an die Stadtgrenze von Frankfurt am Main und ist eine lebendige Kleinstadt mit Altstadtkern am Fuße des Taunuskamms

Unterbringung: Im Hotel können Zimmer gebucht werden.

Anmeldung und Kosten:

Die Anmeldung erfolgt über das per E-Mail an info@foerderer-familienmediation.de unter Nennung des Namens, Adresse, E-Mail, Geburtsdatum für die Teilnahmebescheinigung und Workshopwahl (Freitag und Samstag,1. und 2. Wahl). Bitte teilen Sie uns auch mit, ob Sie am gemeinsamen Abendessen teilnehmen.

Die Tagungsgebühr beträgt 150 € für Mitglieder des Fördervereins und BAFM-Mitglieder und 200 € für Nicht-Mitglieder (incl. Verpflegung).

Am Freitagabend wollen wir gemeinsam zu Abend essen. Bitte melden Sie sich dazu separat an. Die Kosten für das Abendessen betragen 30 € .

Bitte überweisen Sie den entsprechenden Gesamtbetrag unter dem Stichwort „Fachtagung Regenbogenfamilien“ auf das Konto des Fördervereins Förderer der Familienmediation i. s. d. BAFM IBAN: DE97 5206 0410 0003 9053 22, BIC: GENODEF1EK1. Sie erhalten eine Quittung vor Ort in Ihrer Tagungsmappe sowie eine Fortbildungsbescheinigung über 8 Stunden.

Rücktritt von der Teilnahme

Bei einer Stornierung bis zum 1.11. 2024 wird der Gesamtbetrag zurückerstattet. Bei einer Stornierung nach diesem Zeitpunkt kann der gezahlte Betrag leider nicht erstattet werden, es sei denn, es wird ein:e Ersatzteilnehmer:in benannt.

Hier gibt es die Zusammenfassung der inspirierenden Fachtagung